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9. Dezember 2018

Tatort: Vom Himmel hoch (Ludwigshafen)



Nur weil Ludwigshafen das letzte Mal einen wirklich guten Tatort zustande gebracht hatte, heisst das noch lange nicht, dass sie nun wüssten, wie es wirklich funktionieren würde. Das war purer Zufall.
Ab heute geht es wieder mit gewohnter Ludwigshafener Grütze weiter.
Krieg-Trauma behandeln und Anschlag verhindern. Das sind die absurden Aufgaben der beiden Mord-Kommissionärinnen. Man kann es drehen und wenden wie man will: Der Tatort aus Ludwigshafen ist Bullshit.




Die Saarbrücken-Spackos auf der Vespa werden 2020 für immer gehen. Nun müsste einfach die Lena Odenthal noch beerdigt werden, danach hätte das Barometer zumindest eines seiner Ziele erreicht.











Erwartungs-Barometer: 2.5

Ludwigshafen wird wie immer völlig überkonstruiert daherkommen, mit langweiligen Dialogen, hölzern ohne Ende. Zu guter Letzt wird der Tatort angeblich gar mit einem Action-Finale auftrumpfen. Huiiiii. Will mir gar nicht vorstellen, wie übel das werden wird.
Da wünscht man sich ja fast den völlig unglaubwürdigen Fremdschäm-Zickenkrieg der beiden Ermittlerinnen zurück.

6 = Die Suche nach Tovaritch!
1 = Das Ende von Tovaritch!

Die Note danach: So was kann man nicht bewerten.
"Frau Odenthal, sie wollen misch aber nicht für dumm verkaufe?"
Oh doch. Jede/r einigermassen vernünftige/r Zuschauer/in wird hier massiv für dumm verkauft. Eine verdammte Frechheit, uns mit sowas die Zeit zu stehlen. 1970 hätte ich das vielleicht noch zu Ende geschaut, heute nicht mehr.  

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3. März 2018

Tatort: Waldlust (Ludwigshafen)


Ganz selten kommt es vor, dass das Barometer in der sehr verzwickten Situation steckt, den kommenden Tatort bereits gesehen zu haben. Und wie der Ehrenkodex nun einmal sagt, ist es mir somit strikt verboten, eine Erwartungs-Note abzugeben.
Nachdem Berlin zum allerersten Mal in der Geschichte des Tatorts zu überzeugen vermochte, und Borowski zumindest einen verwirrten Eindruck zum Nachdenken hinterlassen hat, steht nun schon wieder Ludwigshafen an. Zum ersten Mal ohne Kopper und zum zweiten Mal mit einer komplett improvisierten Folge! Hmmmm, eine klare Sache. Das riecht nach Desaster. Schade um die gute Barometer Laune.
Aber wie gesagt, es ist mir nicht erlaubt im Erwartung-Teil mehr zu verraten.

Erwartungs-Barometer: -

Die erste improvisierte Folge aus Ludwigshafen wurde nicht nur vom Barometer, sondern auch von vielen Kritikerinnen und Kritikern, die wirklich was vom Tatort verstehen, als einer der schlechtesten Tatorte aller Zeiten bezeichnet. Und nun doppeln sie mit einem neuen Versuch nach.
Wer sich nicht überraschen lassen und bereits vor dem Tatort wissen will, wie das Barometer dieses Stück bewertet hat, kann das unter der Note danach gerne nachlesen. Aber das sind keine Vermutungen mehr, sondern die nackten Barometer-Fakten.

1 = -
6 = -

Die Note danach: Hier klicken!






7. Januar 2018

Tatort: Mord ex Machina (Saarbrücken) / Kopper (Ludwigshafen)


Als ob die Festtage mit nur einem einzigen Tatort nicht Trauerspiel genug waren, startet das neue Jahr nun mit den schlimmst-möglichen Desaster-Teams. Heute Saarbrücken, nächsten Sonntag Ludwigshafen. Ich könnte weinen.
Angeblich soll dieser Zukunfts-Tatort mit selbstfahrendem Auto, also Mordwaffe, einer der besseren von Stellbrink sein. Aber wenn ich nur schon an ihn in einer Hackerstory und an die Dialoge denke, wird mir speiübel.

Erwartungs-Barometer: 3
Die Note danach: 2.5


Tja, und wer die Tatort-Lust am ersten Tag des Jahres nicht bereits komplett verloren hat, darf sich nächsten Sonntag auf die Abschluss-Folge vom sexy-italo-Kopper, meinem absoluten Lieblings-Ermittler freuen. Zufälligerweise gerät er in eine ganz üble Mafia-Geschichte und ist seines Lebens nicht mehr sicher. Da muss ihn bestimmt die Odenthal rausholen, damit er seine Pension am Mittelmeer nicht kopflos geniessen muss. Wow, klingt nach geiler Story und absolut keinen Klischees.

Erwartungs-Barometer: 3
Die Note danach: 4
Also nicht, dass ich diesen Tatort wirklich gut fand, aber für Ludwigshafen war das beinahe schon ein Meisterwerk.
Und immerhin, die Arbeit des Barometers zahlt sich langsam aus...
Da waren es nur noch 3:





















Natürlich kann man vermuten, dass die ARD vielleicht die Scheisse gleich mal raushauen will, damit wir uns danach wieder auf den positiven Optimismus konzentrieren können. Das Barometer jedoch hätte sich nach solch bescheidenen Weihnachtstagen echt gefreut, wenn zumindest am Neujahr ein anständiges Feuerwerk gezündet worden wäre. So aber hat es schlicht keine Lust mehr. Karma wo bleibst du?


Das Barometer hat sich vom Standby-Modus in den Winterschlaf verabschiedet!




26. Februar 2017

Tatort: Babbeldasch (Ludwigsaffen)


Jetzt heisst es anschnallen, liebe Freunde. Heute wird Tatort-Geschichte geschrieben! Ich verspreche euch, dieser Sonntagabend wird sich für immer in die Neuronen eurer Grosshirnrinde einbrennen. Heute erleben wir ein absolutes Jahrhundertereignis. Ich bin ungelogen rückwärts aus dem Fenster gefallen, als ich darüber gelesen habe. Ohne Scheiss. Also falls ihr euch psychisch und physisch bereit fühlt, weiter zu lesen, haltet euch dabei bitte gut fest. Ich wäre froh.
Der neue Tatort aus Ludwigshafen, also der Tatort mit Kommissarin Lena Odenthal, wurde nämlich mehrheitlich mit Laien-Darstellern gedreht!


Ludwigshafen war doch eigentlich immer schon auf unterst-nur-möglichem Niveau!
Die Schauspieler wursteln ja seit jeher wie allergrösste Dilettanten. Wie will man das noch unterbieten? Wie soll ein „Laienensemble“ nun plötzlich mit richtigen Laien ersetzt werden?
Oder anders gefragt. Wie kommen ein Produzent und ein Regisseur darauf, in einer der schlechtesten Tatort-Reihen überhaupt, neuerdings auf richtige Laien zu setzen? Okay. Man kann sich sagen, wenn eh keiner der Schauspieler auch nur annähernd etwas kann, können wir ja genau so gut auch billige Anfänger nehmen, anstatt richtige Gehälter zu bezahlen. Schliesslich haben die Hauptdarsteller über Jahre bewiesen, dass sie ihrer Arbeit kaum mächtig sind.
Aber nun also mit echten Laien? Wirklich???
Himmelarschundzwirn, ich kann mich nicht erholen.

Puuuuhhhhh. Zwei-, dreimal ganz, ganz tief durchatmen und nun nochmals richtig dolle festhalten. Aber richtig. Die absolute Krönung kommt erst noch! Diese brillante Idee ist noch lange nicht alles. Es wird noch viel dramatischer. Der Tatort wurde nämlich nicht nach Script gedreht, sondern improvisiert! IMPROVISIERT!!!!!! Ihr müsst das bitte genau so lesen, wie ich es in meinem Kopf schreibe. Ganz langsam. Buchstabe für Buchstabe. Also nicht buchstabieren, aber halt einfach ganz langsam und mit grosser Überartikulation.
I M P R O V I S I E R T !!!!


Und gleich nochmals: Wer kommt auf eine dermassen stupide Idee, eines der schlechtesten Tatort-Teams aller Zeiten in das Improvisieren zu führen? Woher nimmt man in Ludwigshafen die Arroganz zu denken, dass man der Königsdiziplin des Schauspielerns gewachsen sei, wenn doch keiner auch nur die Grundsatzdinge einigermassen vor die Kamera bringt? Okay, auch hier. Wenn die Drehbücher eh unter aller Sau sind, dann kann man sich die ja auch sparen, das ist klar.
Aber darum geht es nicht. Im Gegenteil. In Ludwigshafen scheint man sich selber tatsächlich auf einem Qualitäts-Level zu sehen, auf welchem man zur allerbesten Sendezeit durchaus mal etwas mit Laien improvisieren kann!
Das ist absolut unfassbar. Versteht mich nicht falsch, ich liebe es, wenn der Tatort was riskiert, wenn er was ausprobiert, wenn er sich aufs Hochseil wagt. Ein solches Experiment hätte durchaus seine Berechtigung, und könnte sogar extrem spannend sein. Aber das hier ist nicht Wiesbaden, München oder Kiel. Nicht ein Tatort-Team, welches immer wieder Top-Folgen liefert und nun ein Top-Regisseur, neben seinen Top-Kommissaren mal einen spannenden Versuch wagt. Nein, wir reden hier von L U D W I G S H A F E N !
Es kam noch nicht ein guter Tatort aus dieser Stadt, nicht ein einziger!!!

Und nun für alle, die vor blankem Entsetzen noch nicht tot umgefallen sind, ein paar Worte zur Story:
Die Direktorin eines Volkstheaters stirbt auf der Bühne an einem vergifteten Croissant. (?!? Also so was muss ja improvisiert sein. Aufschreiben kann das keiner.) Danach heuert Lena Odenthal bei dem Laientrüppchen an, um undercover zu ermitteln. (Gut, zumindest ist sie für einmal nun unter ihresgleichen.) Als wäre das nicht Katastrophe genug, wird man uns noch mit irgendwelchen Traumsequenzen foltern.
Also ich weiss wirklich nicht, was man da noch sagen soll.
Das kann nur ein absoluter Supergau werden. Alles andere ist mit diesen absurdesten Voraussetzungen schlicht nicht möglich.

Erwartungs-Barometer: 0 (Also eigentlich ist im Schweizer Notensystem ja die 1 die niedrigste Note. Aber eine 1 wäre für mich dann doch fast noch eine positive Überraschung.)

Anstatt den grottenschlechten Schauspielern engagiert man grottenschlechte Laien und anstatt der grottenschlechten Drehbüchern, wird nun einfach grottenschlecht improvisiert.
Das ist nun wirklich der Untergang des Tatorts.
Oder ist das alles vielleicht nur als cleverer Witz gedacht? Als Persiflage auf die verrückte Tatort-Entwicklung? Wie genial wäre das denn!
Aber nein. Glaubt mir, dieser Tatort ist als Kunst, als Meisterwerk, ja als absoluter Höhepunkt angedacht. Tiefer jedoch kann man nicht mehr sinken. Wirklich nicht. Filmleute, die sich auf einem Selbstverwirklichungstrip dermassen überheblichen Bullshit leisten, sollten eigentlich mit einem Berufsverbot belegt werden. In jeder anderen Branche würden die nie mehr einen Job kriegen. Das wird der wohl schlechteste Tatort aller Zeiten! Für diese Folge entziehe ich Lena und Kopper sogar den Tatort-Spacko-Award. Nicht einmal mehr die himmeltraurigste aller Auszeichnungen verdienen die in Ludwigshafen. Unfassbar.












1 = Besser als dieser Tatort
6 = Das Leben vor und nach diesem Tatort

Die Note danach: 0.5
Als Laientheater mag so was vielleicht okay sein, aber wir reden hier vom Tatort. Vom Flaggschiff der öffentlichen rechtlichen TV-Sender. Für diese Folge wurde fast ein Jahr lang gedreht, mit einem Budget von über 1,5 Millionen Euro! 
E I N S  K O M M A  F Ü N F  M I L L I O N E N !!!
Mag sein, dass die kleinen Zwillinge und ihre Mama ganz gute Schauspieler sind, aber zwischen Odenthal, Kopper und dem Laienensemble kann man wirklich kaum Unterschiede ausmachen. Erschreckend, wenn auch nicht überraschend. Und von der Improvisation will ich gar nicht erst sprechen. Verarschen kann ich mich auch selber.

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14. Februar 2016

Tatort: Du gehörst mir (Ludwigshafen)


Eigentlich ist es kaum zu fassen. Keine zwei Monate nach der Lancierung des neuen Tatort-Spacko-Awards, habe ich heute bereits zum dritten Mal die Ehre, ein Team damit beglücken zu dürfen. Und ja, ihr affigen Spackos aus Ludwigshafen, auch ihr habt es mehr als nur verdient!


Als wäre der Kommissar Odenthal mit seinem schmierfettfrisierten Kopper Spaniel nicht schon Spacko genug gewesen, haben sie, state of the art, wie sie nun mal sind in Ludwigshafen, auch noch eine krass moderne ipad-Karriere-Mami eingebaut, die eigentlich nur dazu da ist, der Lena auf'n Sack zu gehen. Aber anstatt den bocksteifen Dreckshaufen damit etwas aufzulockern, wird diese Figur so bemüht cool geschrieben und so stock-im-arsch-peinlich gespielt, dass ich bei jedem Auftritt versucht bin, mir meinen Flatscreen über die eigene Rübe zu ziehen, weil ich mir schlicht nicht vorstellen kann, wie ich dieses Affentheater auch nur noch eine einzige Sekunde länger ertragen kann.
Ganz herzliche Gratulation vom Barometer. Wirklich, es freut uns aus tiefstem Herzen! Ihr habt den Award ganz doll verdient.

Natürlich danke ich auch der ARD für die grossartige Zusammenarbeit. Wirklich bemerkenswert, dass die Programmplaner dem Label-Komitee so generös entgegenkommen konnten und uns ermöglichten, die Spacko-Award-Vergabe in einer vernünftigen Kompaktheit durchziehen zu können. Das Jahr 2016 steht noch immer in den Anfängen, aber wir haben unser Trio schon zusammen. Die drei schlechtesten Tatorte der Neuzeit!
Und haltet euch fest: Mit dieser Folge wird es Ludwigshafen sogar an die Spitze schaffen, gemeinsam mit Saarbrücken.

Gold: Ludwigshafen, Saarbrücken  
Silber: -
Bronze: Konstanz

Bravo, bravo, bravo.

Ludwigshafen also. Hatten wir den nicht eben erst? Eine Teufels-Kadenz, die da aus der Tatort-Hölle lodert. Und die werden immer noch schlechter. Weil man im eigenen Lager den eingeschlagenen Weg mit der modern-ehrgeizigen Digitalnative-Kommissarin richtig hipp und schick findet, zaubert man nun eine ganze Story mit krasser Youtube-HipHop-Ästhetik und mit Selfie-Sex aus Koppers schlapper Mütze. Aber wie sich die 90-jährigen Entscheidungsträger des SWR die bösen Jugendlichen von heute so vorstellen, haben wir ja oft schon gesehen. Und dass der Kommissar gar auf den Tatort urinieren wird (WTF?), könnte diese Folge besser nicht beschreiben. Einfacher kann man mir eine Erwartungs-Ansage wirklich nicht mehr machen. Das wird allerallergrösster Bullshit. Ein fucking Desaster! Da würde ich das ganze Barometer drauf verwetten.

Erwartungs-Barometer: 2

So tragisch das eigentlich ist, aber nicht mal das Barometer konnte ahnen, welch Grosserfolg dieser Award werden wird. Ab durch die Decke! Nach nur fünf Wochen wurde das Label schon drei Mal verlieren und in ganz Deutschland jeweils frenetisch gefeiert.
Ludwigshafen komplettiert die Spacko-Trilogie mit dieser absolut unterirdisch grottenschlechten Folge perfekt.  

1 = Alle drei Gewinner.
6 = Alle Verlierer.

Die Note danach: 3
Ich muss mich ganz leicht korrigieren...

Gold: Saarbrücken   
Silber: Ludwigshafen
Bronze: Konstanz


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