18. November 2018
Tatort: Treibjagd (Hamburg)
Das Thema klingt simpel und irgendwie durchgekaut. Nach einer Einbruch-Serie in einer Vorortssiedlung, bildet sich eine Bürgerwehr, die sich von der Polizei zu wenig geschützt fühlt. Glaub selbst Falke hatte schon mal so was.
Bin ja gespannt, ob es wirklich für einmal eine böse Rumänen-Bande ist, welche die Einbrüche begeht, oder ob sich die wahren Verbrecher am Ende nicht doch wieder in einem AfD-Mob befinden, welcher gegen die Polizei kämpft.
Erwartungs-Barometer: 3.5
Kommissar Falke mag ich ja eigentlich gut. Aber weder weiss ich wer momentan grad seine Gehilfin ist, noch kann ich mich an irgendeine gute Story von diesem Team erinnern.
Die Note danach: 4.25
Doch um Einiges besser als gedacht.
4. November 2018
Tatort: Der Mann der lügt (Stuttgart)
Ein Mord an einem Anwalt
und das Verschwinden seinen Sohnes wird aus der Sicht des Hauptverdächtigen
erzählt, und nicht der, der Kommissaren. Klingt irgendwie nach einer feinen
Idee.
Das Barometer würde sich
freuen, wenn nicht nur die Idee, sondern auch die Umsetzung funktionieren
würde.
Erwartungs-Barometer: 5.25
Im Zuge des schleichenden
Tatort-Niedergangsgangs, hat sich Stuttgart als einer der wenigen Lichtblicke
etabliert.
6 = Wäre mittlerweile schon eine frühere 5.5
1 = Bleibt eine 1
Die Note danach: 4.75
Gute Idee, guter Film, aber was sollte dieser Schluss? So schade.
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28. Oktober 2018
Tatort: Blut (Bremen)
Hilflos wie das Barometer momentan durch das Tatort-Universum strauchelt, ist es auf der Suche nach einem Strohhalm, an welchem es sich festzuhalten lohnt, auf folgende Beschreibung zu der neuen Folge aus Bremen gestossen:
„Dieser Tatort ist ein sehr gelungener, mit ästhetischer Ironie unterfütteter Genre-Mix: ein morbides Drama, ein unheimlicher, verstörender Krimi, ein Horrorfilm über die Einsamkeit. Ein Film über das Leben im Dunkeln. Ein filmischer Alptraum. Ein „Tatort“, der den Zuschauer herausfordert, indem er lieb gewonnene Sehgewohnheiten nicht bedient. Eine Schlechte-Nacht-Geschichte, deren Bilder und Antagonistin man so schnell nicht vergessen wird.“
Alle Achtung. Nach all der Scheisse, die wir in der letzten Zeit zu sehen gekriegt haben, können wir zumindest davon ausgehen, dass sie ihre Filme nach wie vor schön schwafeln können.
Oder ist das etwa ernst gemeint? Wird der wirklich so gut? Und Lilith Stangenberg, die geniale Theaterschauspielerin aus Berlin spielt eine Vampirin?
Ja dann her mit Bremen, aber sofort!
Erwartungs-Barometer: 5
Unter normalen Umständen kann ein Vampir-Tatort eigentlich nur im Fiasko enden. Aber normale Umstände herrschen beim Tatort schon lange nicht mehr. Schlimmer kann es irgendwie nicht mehr werden. Vielleicht rettet uns ja tatsächlich die Stadt Bremen mit einem Halloween-Meisterwerk, wie damals 2006.
6 = Lilith an der Volksbühne
1 = Lilith an der Langstrasse
Die Note danach: 4.9
Tja, schon ein Phänomen. Manchmal funktioniert
ein Film einfach, auch wenn er absurder nicht sein könnte.
Fand die Geschichte richtig gut, war voll
dabei, hätte die ganze Vampir-Sache und auch die Lösung absolut gefressen (wenn
man das in diesem Zusammenhang so sagen kann).
Nur dass die angebliche Vampirin den
Stedefreund ganz alleine in ihren Keller schleppen konnte, war dann leider doch
wieder der eine Fehler zu viel. Wäre überhaupt nicht nötig gewesen. Schade, die
5 verspielt.
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21. Oktober 2018
Tatort: KI (München)
Zu München gibt es nichts Neues zu sagen.
Das Ensemble wird wie immer grossartig aufspielen, das Film-Handwerk wird wie immer sehr gut sein,
aber die Story wird wie so oft nur dank den zwei
eben erwähnten Punkten funktionieren.
Dieses Mal erwartet uns ein Tatort zu künstlicher
Intelligenz. Hatten wir glaub auch schon das ein oder andere Mal.
Und die Machart? Ach, ihr werdet schon sehen.
Erwartungs-Barometer:
4.5
Obwohl
ich den Tatort aus München und seine konstante Qualität extrem schätze, kann
ich mir kaum vorstellen, dass die altbackenen Autoren ein gelungenes Drehbuch
zum Thema „künstliche Intelligenz“ hingekriegt haben.
6
= München einst
1
= Bayern heute
Die
Note danach: 4
Ach, keine Ahnung. Vielleicht hätte ich den früher ganz okay gefunden. Jetzt jedenfalls fand ich ihn irgendwie doof, oder auch nicht.
Ach, keine Ahnung. Vielleicht hätte ich den früher ganz okay gefunden. Jetzt jedenfalls fand ich ihn irgendwie doof, oder auch nicht.
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14. Oktober 2018
Tatort: Her mit der Marie (Wien)
Zu Wien gibt es nichts Neues zu sagen.
Das Ensemble wird wie immer grossartig aufspielen,
die Dialoge werden wie immer phänomenal sein,
und die Story wird wie so oft nur dank den zwei
eben erwähnten Punkten funktionieren.
Dieses Mal erwartet uns ein eher klassischer
Mordfall im klischierten Wiener Rotlicht-Milieu. Hatten wir glaub auch schon das
ein oder andere Mal.
Und die Machart? Ach, ihr werdet schon sehen.
Erwartungs-Barometer:
4.75
Barometer-Tipp:
Beide Augen zu bei der
Geschichte, sämtliche Sinne geschärft für das Drumherum.
6
= Wien bald
1
= Salzburg einst
Die
Note danach: 4
Ich gebe zu, ich wäre gerne ein Österreicher, aber wie vermutet fand ich die Story heute zum Gähnen langweilig.
Ich gebe zu, ich wäre gerne ein Österreicher, aber wie vermutet fand ich die Story heute zum Gähnen langweilig.
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7. Oktober 2018
Tatort: Tod und Spiele (Dortmund)
Auf meiner IMDB Watchlist befinden sich momentan
106 Filme, die ich mir irgendwann mal anschauen möchte. Knapp die Hälfte davon ist
mit einer 8 oder höher bzw. mit einem Metascore von 80% bis 96% bewertet.
Und ungefähr 30 will ich unbedingt sehen, wenn ich
nur endlich mal dazu kommen würde.
Gleichzeitig schaue ich mir jeden Sonntag den
Tatort an, welcher sich im Vergleich mit den noch zu sehenden Wunschfilmen jeweils
in einer mindestens 10x tieferen Liga befindet.
Es ist wahrscheinlich der absurdeste Widerspruch des
Barometers, wenn nicht gar das grösste Paradoxon in meinem ganzen Leben.
Und es ist ja nicht so, dass ich nur die Tatorte schaue, bei welchen ich eine Fünf oder mehr erwarte, nein, ich verschwende die
Zeit auch, wenn ich bereits weiss, dass der Tatort scheisse werden wird bzw., dass
das Barometer den Tatort scheisse finden wird. Und das ist mittlerweile
ziemlich oft der Fall.
So zum Beispiel mit der kommenden Folge aus
Dortmund. Ich weiss, viele mögen dieses Team und finden die Fälle ganz gut.
Ich nicht. Das Barometer mag die Darstellerinnen
und Darsteller, keine Frage, die sind grossartig, für diesen Tatort kommt gar
noch Finzi hinzu, einer meiner absoluten Lieblingstheater-Schauspieler, aber
alles andere. Näää.
All das private Drama, all die hanebüchenen
Geschichten. Nääää.
Verkohlte Leichenteile, ein Oligarch, der den BVB
kaufen will, und ein neuer Jungkommissar. Nääää.
Erwartungs-Barometer:
4
Und so
werde ich auch diesen Sonntagabend wieder frustriert vor der Glotze sitzen und
mir den neuen Tatort anschauen, obwohl ich jetzt schon weiss, dass ich ihn doof finden werde, und obwohl es so viele gute Filme geben würde, die ich
unbedingt mal noch sehen möchte. Warum?
Ich weiss
es schlicht nicht. - Nääää.
6
= 9-10 bei IMDB oder 90%-100% Metascore
1
= Solch dämliche Widersprüche
Die
Note danach:
Auf IMDB-Skala: 3 (von 10)
Auf Tatort-Skala: 4.5 (von 6)
Auf IMDB-Skala: 3 (von 10)
Auf Tatort-Skala: 4.5 (von 6)
Nach fünf Sekunden trommelt ein Obdachloser mit
verkohlten Menschenknochen auf ein leeres Fass und etwas später bumst die
Kommissarin mal wieder einen Hauptverdächtigen. Hört doch endlich auf mit
diesem konstruierten Scheisdregg.
Hätte ich doch gescheiter einen richtigen Film schauen sollen...
Hätte ich doch gescheiter einen richtigen Film schauen sollen...
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